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Welche KI für was? Der Modalitäten-Crashkurs

Text, Bild, Video, Audio, Code, Daten — welche KI-Tool-Familie passt zu welcher Aufgabe? Kompakter Überblick mit konkreten Empfehlungen.

Christoph Awe · · 2 Min Lesezeit

Die meisten KI-Tool-Listen stapeln Logos. Das hilft niemandem. Was wirklich zählt: welche Modalität brauchst du, und wofür?

Die sieben Modalitäten

Wir gruppieren alle Tools nach dem Output-Typ. Wenn du weißt, was am Ende rauskommen soll, ist die Auswahl plötzlich überschaubar.

  • Text — ChatGPT, Claude, Gemini, Mistral. Universal, aber jede Engine hat Stärken (Reasoning, Schreibstil, lange Dokumente).
  • Bild — Midjourney für Ästhetik, DALL-E für Konzept, Adobe Firefly wenn IP-Sicherheit zählt.
  • Video — Runway Gen-3, Luma, Kling, Pika. Schnell teurer als gedacht — Cap-Limit pro Monat checken.
  • Audio / Voice — ElevenLabs für Stimme, Suno/Udio für Musik, AssemblyAI/Deepgram für Transkription.
  • Code — GitHub Copilot, Cursor, Claude Code, Windsurf, Aider. Hängt sehr vom Workflow ab (Inline vs. Agent vs. CLI).
  • Multimodal / Workflow — Zapier AI, n8n, Make. KI als Glue zwischen anderen Tools.
  • Daten / Tabellen — Julius, Hex, Gamma. CSV reinwerfen, Antworten rauskommen lassen.

Use-Case ist die zweite Achse

Nur Modalität reicht nicht. Ein Text-Tool für Recherche (Perplexity) ist nicht das selbe wie ein Text-Tool für Content-Generierung (Jasper, Sudowrite). Wir kreuzen die Modalität deshalb mit zehn Use-Cases:

  1. Content erstellen
  2. Recherchieren & Analysieren
  3. Zusammenfassen & Strukturieren
  4. Übersetzen & Lokalisieren
  5. Kundenkommunikation
  6. Entwickeln & Coden
  7. Automatisieren
  8. Lernen & Trainieren
  9. Brainstormen
  10. Präsentieren & Visualisieren

70 Kombinationen. Pro Kombination 3-8 sinnvolle Tools. Genau das macht der KI-Finder: er filtert die richtigen drei aus 200+ raus.

Drei pragmatische Auswahlregeln

  1. Free-Tier ausprobieren. Fast jedes ernst gemeinte Tool hat einen. Eine Stunde Spielen sagt mehr als zehn Reviews.
  2. DSGVO-Status checken bevor du ein Abo abschließt. Nicht alle US-Tools haben einen DPA für DACH-Kunden. EU-Anbieter (Mistral, DeepL, n8n, Lovable, FLUX, Gamma DACH) sind oft die sicherere Wahl.
  3. Stack-Hygiene. Kein neues Tool ohne zu prüfen, ob du etwas Bestehendes ersetzen kannst. Drei überlappende Subscriptions sind teurer als eine gute.

Wo es weitergeht

Der Tool-Finder führt dich in 30 Sekunden durch genau diese Logik. Drei Fragen, ein Top-Tool — bei Pro mit fünf Alternativen und Vergleichstabelle.